Cupra 300 Winteraction

Der Schneelöwe

Das hat er sich verdient. Das Topmodell der Marke Seat, der Leon Cupra fährt jetzt in einer eigenen Liga. Seat hat dem sportlichsten Modell ein eigenes Markenlogo verpasst, um damit die Sonderstellung des Cupra noch mehr zu unterstreichen. Ausschlaggebend für diesen Schritt zu noch mehr Exklusivität, dürfte sein, dass für die Fans des spanischen Löwen noch mehr Power zur Verfügung steht. 300 PS arbeiten jetzt unter der Haube des "normalen" Cupra 300. Seat legt aber noch einen drauf. Die Spanier haben für Motorsportfans  ein extra As im Ärmel, den Cupra R mit 310 PS zum Schnäppchenpreis von knapp 45.000 Euro!. Damit ist der "Cup Racing" vulgo Cupra, der leistungsstärkste Seat in der Firmengeschichte.

Der Schneelöwe tanzt durch den Winter
300 PS Cupra vor imposanter Kulisse

Design

Dass der Cupar 300 enge verwandschaftliche Verbindungen zum Mittelklasse Bestseller Seat Leon hat, ist unverkennbar. Das ist für beide Modelle gut! Doch der Cupra ist ein eigenständiges Modell mit einer ganz individuellen Charakteristik. Understatement ist die Philosophie des Cupra. Keine grellen Rallyestreifen, keine fetten Kotflügel, die 300 PS unter der Haube sieht man ihm nicht an. Na klar, ein paar Extras hat er schon und da hätte Seat bei diesem Quasirennwagen ruhig ein bisschen mehr Mut ins Blech schneidern könne. Aber immerhin: Das Kraftpaket steht breit bulliger und sehr maskulin auf dem Asphalt. Die B- und C-Säulen sind schwarz lackiert, die Front- und Heckstossfänger sind speziell für den Cupra designt. Voll-LED-Scheinwerfer, der Doppelrohr-Auspuff und die mit dem Cupra-Logo verzierten roten Bremssättel signalisieren: Platz da, hier kommt der Power-Löwe!

Motor

Der Vierzylinder Turbo mit 2.0 Liter Hubraum und einem Drehmoment von 380 Nm katapultiert den Löwen im Schafspelz in 6.0 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das Sechsgang Schaltgetriebe des Testwagens flutscht bei der kleinsten Berührung in den gewünschten Gang. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Der Verbraucht von 9,7 Liter bei ziemlich zackiger Testfahrt ( Lt. Werk: 9.0 Liter) geht absolut in Ordnung.

Wie fährt er sich?

Autopraxistest.de hatte die Chance, das Temperament des Cupra mal auf ungewohnter Piste, nämlich auf Eis und Schnee zu erfahren. Was für ein Vergnügen, mit ihm durch den Winter zu tanzen. Mit den richtigen Winterreifen lassen sich tief verschneite Wege in jedes Skigebiet locker meistern. Für diese Testfahrt saßen wir im Cupra ST mit Allradantrieb und so ausgerüstet, will man eigentlich nur noch zur nächsten Skipiste oder Almhütte düsen. Aber mal ehrlich, eigentlich gehört der Cupra auf eine trockene sehr kurvenreiche, sehr anspruchsvolle Straße.

Und genau, da konnte autopraxistest.de ihn auch testen.

Ein leises Grummeln begrüßt den Piloten nach dem Anlassen. Eine Intonierung, die schon mal für den ersten, kleinen Adrenalinstoß sorgt. Beim ersten Druck auf das Gaspedal faucht dann der Cupra wie eine Wildkatze und geht ab wie Schmitz Katze. Egal, welche Strecke gefahren wird, es ist ein Vergnügen, wie der Cupra auf dem Asphalt klebt – und das mit Frontantrieb! Das Sperrdifferenzial an der Vorderachse hält die Wildkatze eisern in der Spur. Allerdings könnten die Bremsen etwas geschmeidiger zupacken. Richtig ist, der Cupra und speziell sein heißer Bruder der R gehören eigentlich auf die Rennstrecke.

Text: H.G.Fischer

Foto: Seat

Überblick

Technische Daten
Motor 2.0 Liter Vierzylinder - Turbo
Leistung 221 kW / 300 PS
Drehmoment 380 Nm
Getriebe Sechsgang manuell 4Drive
L/B/H 4,55/1,82/1,97
Beschleunigung 6,0 Sek. - 0 - 100 km/h
Höchstge-schwindigkeit 250 km/h
Kofferraum 587 - 1470 Liter
Verbrauch
Tankinhalt 55 Liter
Verbrauch (getestet) 9,7 Liter
Verbrauch (lt. Hersteller) 9,0 Liter
CO2-Ausstoß Euro 6
Preis
Preis Basismodell ab 40,060 Euro €
Preis Testwagen xx €
Testbericht von:

Hans-Georg, Fischer

Im Team seit: 2014