Citroen C3 Aircross

Vive la Difference

Natürlich muss er anders aussehen, wie zum Beispiel der VW Polo, Ford Fiesta, der Seat Ibiza oder der Opel Crossland X, der wie der Aircross im spanischen Saragossa vom gleichen Band läuft. Das sind einige der aktuellen Konkurrenten, gegen die sich der neue Citroen C3 Aircross am Markt wehren muss. Anders aussehen, das macht er locker, schließlich ist er ein Franzose. Vive la Difference - da sind unsere frankophilen Freunde Weltmeister und mit dieser Attitüde des Besonderen zeichnet sich auch der neue C3 Aircross aus.

es gibt über 80 Farbkombinationen für den Aircross
gut ablesbare Armaturen
markantes Heck
3-Zylinder Benziner mit 110 PS

Design

Der kompakte SUV ist, wenn es denn so was gibt, ein typischer Franzose: fröhlich bunt, mit interessanter Karosse (zwei Zentimeter höher als der C3) die ihn schon mal optisch unverwechselbar macht. Neben dem auffälligen Design, lässt sich der Aircross mit 85 Farbkombinationen absolut individuell gestalten. Farbige Akzente lockern auch den Innenraum auf. So haben die Luftdüsen eine der Lackierung entsprechende Umrandung. Weniger schön sind die klobigen Hebel der Handbremse und des Schalthebels für die Automatik, die fast den ganzen Platz in der Mittelkonsole versperren. Beim Thema Platz verspricht Citroen für den Aircross „ den geräumigsten SUV dieser Klasse“. Richtig ist, dass man durch die hohe Bauweise im Innenraum des 4,15 Meter langen SUV ein luftiges Raumgefühl hat aber, die sehr kurzen Sitze im Fond sorgen bei längerer Fahrt für Krampfbeine. Drei Ausstattungsvarianten ( Live, Feel, Shine - gibt es dafür nichts französisches?) schmücken den Aircross. Die Preise reichen von 15.290 bis 22.290 Euro. Beim Diesel sind es 19.790 bis 23.390 Euro.

Motor

Der neue C3Aircross, fährt mit vier Benzinern und zwei Dieselaggregaten in den heiß umkämpften Markt der technisch hochgerüsteten Kompaktmodelle. Beim Benziner arbeiten ausschließlich 3-Zylinder Motoren mit einer Leistung von 82 bis 131 PS. Die 4-Zylinder Diesel leisten 99 und 120 PS. Die beste Wahl dürfte der 3-Zylinder 110 PS Benziner sein in Kombination mit der Sechsgang-Wandlerautomatik ( plus 1500 Euro). Die arbeitet geschmeidig mit dem Turbomotor uns sorgt für einen zügigen Vortrieb.

Elektronik

Sowohl in Sachen Sicherheit als auch beim Infotainment und Konnektivität haben die kompakten Franzosen ein hohes Niveau erreicht. Allerdings verleiten, wie bei vielen andren Herstellern, die technischen Möglichkeiten beim Entertain- und Infotainment zu einem Übermaß an Möglichkeiten und damit oft zu einer komplizierten Bedienung. Will man im Aircoss das Klima einstellen, muß man erst ein Untermenü auf dem Tablet anwählen. Das gleiche gilt für etliche andere Funktionen. Das ist nicht nur mühsam, sondern, will man während der Fahrt eine Funktion ausführen lenkt die Bedienung unnötig von der Fahrbahn ab.

Etliche Assistenzsysteme sorgen für Sicherheit und komfortables Reisen. Für Wintersportler dürfte die Bergabfahrhilfe auf glatter Bergstrecke besonders hilfreich sein. Wird die aktivierte, übernimmt der C3 Aircross absolut selbstständig die sichere Talfahrt.

Wie fährt er sich?

Der C3 Aircross lässt sich durchaus als Minivan titulieren und ist ein würdiger Nachfolger des C3 Picasso. Angenehm ist die Kopffreiheit und seine Variabilität. Die Rückbank lässt sich um 15 Zentimeter verschieben. Damit wächst das Kofferrauvolumen von 420 auf 510 Liter. Bei umgelegter Rückenlehne des Beifahrersitzes erreicht man eine Ladelänge von 2,4 Metern.

Was uns bei den Testfahrten von autopraxistest.de besonders viel Spaß gemacht hat, ist die sportliche Fahrweise, zu der der C3 Aircross geradezu auffordert. Der

kleine Franzose ist ein Kurventalent. Die präzise Lenkung und das sportlich, straffe Fahrwerk machen auch kernig gefahrene Kurvenstrecken zu einem Vergnügen. Das wäre noch größer, wenn das Gestühl nicht zu sehr an Omas Sofa erinnern würde. Der Seitenhalt der Polsterstühle fehlt praktisch komplett. Der Fahrer kann sich in den Kurven am Lenkrad festhalten – und der Beifahrer hält sich dann am Fahrer fest, oder?

Ein wenig Nörgeln verträgt der Aircross durchaus. Denn der Compact SUV macht durch seine höhere Sitzposition viel Spaß bei dichtem und unübersichtlichem Verkehr. Die 3-Zylinder Benziner und das besondeers der 110 PS Motor sind drehfreudig und liefernbeim Überholen sofort die Power, die nötig ist. Das Interieur sorgt für gute Laune, die Verarbeitung ist Klasse und, man fährt in einem Auto, das mal ein bißchen anders ist als die Konkurrenz.

Fazit

Der C3 Aircross ist ein absoluter Hingucker bei den Kompakt-SUV. Mit seinen 4,15 Meter bietet er erstaunlich viel Platz, ist sehr variabel und es macht Spaß mit ihm unterwegs zu sein.

Text: H.G.Fischer

Foto: H.G.Fischer

Überblick

Technische Daten
Motor 3-Zylinder Benziner
Leistung 81 kW/110 PS
Drehmoment 205 Nm
Getriebe 6-Gang Automatik
L/B/H 4,15/1,76/1,64 Meter
Beschleunigung 11,8 Sek. 0 - 100 km/h
Höchstge-schwindigkeit 183 km/h
Kofferraum 410Liter
Max. Anhängelast 840 kg
Max. Anhängelast (ungebremst) 600 kg
Verbrauch
Tankinhalt 45 Liter
Verbrauch (getestet) circa 7 Liter
Verbrauch (lt. Hersteller) 5,6 Lier
CO2-Ausstoß 124 g/km
CO2-Ausstoß Euro 6
Preis
Preis Basismodell ab 15.290 Euro €
Preis Testwagen an 20.290 Euro €
Testbericht von:

Hans-Georg, Fischer

Im Team seit: 2014