VW Up! Beats

VW Up!

Die Beats Edition

Den VW Up gibt es schon lange. Kleiner als der Polo und günstiger in der Anschaffung, macht der Mini-Flitzer seit 2011 Deutschlands Straßen unsicher. Jetzt hat VW mit einem ganz besonderen Modell nachgelegt – und dieses ist im wahrsten Sinne des Wortes Musik in unseren Ohren. Was den neuen Kleinwagen so besonders macht, lest ihr hier.

Beat me, baby

Beats by Dr. Dre kannte ich eigentlich schon. Wer Beats kennt, denkt wahrscheinlich zuerst an die klassischen, roten Kopfhörer. Die sind nämlich riesig, markant und haben (zumindest laut meiner DJ-Freunde) einen unbeschreiblich guten Klang.

Riesig ist der kleine UP zwar nicht – aber ein Hingucker ist er auf jeden Fall trotzdem! Denn VW hat eine eigene Beats Edition des UP-Modells herausgebracht. Mit seiner besonderen Lackierung und einem sagenhaften Soundsystem macht diesem fahrbaren mini-Konzertsaal in Sachen Sound so schnell niemand Konkurrenz. Damit ist aber leider nur der Klang im Inneren gemeint – denn der Motor-Sound ist leider eher mit dem einer elektrischen Zahnbürste vergleichbar. Aber Spaß beiseite – jetzt soll es ja um das gehen, was beim Up beats wirklich zählt. Und das sind nun mal die sagenhaften Boxen!

VW wirbt damit, dass nur live schöner sei. Ein 300 Watt 8-Kanal-Verstärker mit digitalem Signalprozessor und sieben im Innenraum verteilte Premium Lautsprecher inklusive Subwoofer sollen für einen satten und „kristallklaren“ Sound sorgen. Und obwohl ich bei solchen Werbeversprechen immer eher skeptisch bin, muss ich zugeben, dass es dieses Soundsystem wirklich in sich hat. In meinen zwei wunderbaren Testwochen habe ich sämtliche Spotify-Playlists hoch und runter gehört. Dabei war mein I-Phone übrigens die ganze Zeit mittels einer eigens für den UP entwickelte App mit dem Auto verbunden. So konnte ich ohne Probleme Lieder abspielen, ohne mich von komplizierten Bedienelementen ablenken zu lassen. Mein absoluter Liebslings-Streaming-Dienst (okay, es ist Spotify) ließ sich auch koppeln. Hat alles super und reibungslos funktioniert.

Von innen hat VW der beats Edition außerdem ein ganz neues Design verpasst: Eine gekonnte weiße Beleuchtung und besondere Sitzbezüge mit grafischem Design schaffen ein wirklich edles Ambiente. Von außen punktet der Up mit 15-Zoll-Leichtemtallfelgen und einer auffälligen roten Radnarbenkappe.

Die leidige Platzfrage

Natürlich hätte ich in meinem coolen Roten Up Beats gerne eine richtige Rave-Party mit meinen Freunden gefeiert, aber so viel Platz gibt es da leider nicht. Der kleine Flitzer hat zwar auch im Fond Türen, was den Einstieg enorm erleichtert, aber länger möchte man hinten eigentlich wirklich nicht sitzen. Aber wie heißt es so schön? Des einen Freud ist ja bekanntlich des anderen Leid. Und während sich meine lieben Mitfahrer auf der Rückbank zusammenfalten mussten, hatte ich meine Freude bei der Parkplatzsuche. Die war mit dem kleinen Flitzer nämlich wirklich mehr als einfach.

Einen besonders großen Kofferraum hat der UP dafür leider auch nicht. Für mich war der Platz jedoch vollkommen ausreichend. Wir waren ohnehin meistens nur zu zweit und konnten deshalb einiges an Gepäck auch auf der Rückbank unterbringen. Zu viert wurde es da schon sehr eng und unser erster Grill-Ausflug zum See wurde zur logistischen Schwerstaufgabe. Am Ende haben wir es aber alle zum See geschafft – inklusive Grill, Kühltruhe und einem Kasten Bier. Dicker Pluspunkt: Mit dem Soundsystem ist gute Laune einfach garantiert!

Was kostet der Spaß?

Den Up beats gibt es ab 13.150€. Ein ganz schön stolzer Preis für so ein kleines Auto! Ich hatte Glück – mein 1.0 TSI 3-Zylinder Benziner kam mit 90 PS und ganz schön viel Rumms unter der Haube. Die 5-Gang-Schaltung war angenehm, einzig der Rückwärtsgang hakelte ab und zu. Kleiner Wehrmutstropfen: Die Extra-PS kosten auch einiges Extra. Wer auf 90 PS aufstocken möchte, muss mit einem Grundpreis von 14.600€ rechnen. Das tut richtig weh!

Fazit

Echte beats-Fans und Designliebhaber haben am UP beats sicher ihre Freude. Dafür muss man aber auch leider sehr tief in die Tasche greifen. Wen das nicht stört, der darf sich auf coole Musik und edles Design freuen.

 

3-Zylinder Turbo mit flotten 90 PS
sehr schickes, übersichtliches Armaturenbrett
der Kofferraum reicht locker fürs Wochenendgepäck
mit dem Up! findet man eigentlich immer einen Parkplatz

Überblick

Technische Daten
Motor 3-Zylinder Turbo
Leistung 90 PS
Getriebe 5-Gang Schaltgetriebe
Verbrauch
Preis
Preis Basismodell 13.150 Euro €
Preis Testwagen 14.600 Euro €
Testbericht von:

Meyer, Lara

Im Team seit: 2017